Bei allen drei Lösungen wird die Belastung über eine piezoelektrische Wägezelle erfasst. Die Verformung hingegen lässt sich bei den auftretenden Geschwindigkeiten nicht mit einem herkömmlichen Dehnungsmessstreifen messen; daher wird die Hochgeschwindigkeitsbildgebung in Kombination mit der DIC-Analyse (Digital Image Correlation) eingesetzt.
Verwendete Hardware und Software
- Photron-Hochgeschwindigkeitskamera (NOVA-Serie): 1024 × 1024 px bei 16.000 fps; bis zu 100.000 fps bei 384 × 256 px; bis zu 300.000 fps bei 128 × 128 px
- DIC-Analysesoftware „Alpha by X-Sight“: ermittelt die Verformungsdaten aus einer Bildsequenz mit berührungslosen Verschiebungsmessungen in 2D und 3D
Der Aufprallpunkt des Prüflings muss gut ausgeleuchtet sein (spezielle LED-Leuchten), um eine gute Bildqualität und damit eine zuverlässige Analyse zu gewährleisten.
So funktioniert die Verarbeitung
Während des Tests werden zwei Datenströme parallel erfasst, die über den Testcontroller synchronisiert werden: das Lastsignal und das Hochgeschwindigkeitsvideo. Das Videomaterial wird für die DIC-Analyse in einzelne Einzelbilder umgewandelt. Dabei wird ein Punkt (Subset) im Bild markiert und über die gesamte Sequenz hinweg verfolgt, wodurch die Verformungsdaten (tatsächliche oder technische Dehnung) für jeden Punkt des Prüfkörpers ermittelt werden. Durch die Kombination von Belastung und Verformung wird die Spannungs-Dehnungs-Kurve des Materials bei der gewählten Prüfgeschwindigkeit erstellt.